Der schwarze Magier – Ein Review von Mivey
SpieleprofilBewertungen (4)Reviews (1)Screenshots (8)

Bewertung:
Grafik
Bewertung: 3/5
Sound
Bewertung: 3/5
Story
Bewertung: 3/5
Technik/Features
Bewertung: 4/5

Gesamteindruck
Bewertung: 4/5

Ein funktionierendes AKS, eine weite Welt die wir erkunden können und eine Handlung die uns motiviert trotz aller Schwierigkeiten weiter am Ball zu bleiben und weiterzuspielen, mit keinem dieser Elemente hat die Spiele-Demo der beiden Entwickler M.K und Stoep das Rad neu erfunden, es zeigt aber dennoch das dieses alte Schema immer noch taugt, passable Rollenspiele hervorzubringen.

Die Handlung beginnt mit unserem Protagonisten Fayt, einem jungen, sturen Mann der sich der Welt gegenüber beweisen will.Wir sehen ihn wie er eine mächtige Bestie zum Kampf herausfordert und aller Anstrengung zum Trotz jäh von ihr besiegt wird. Doch bevor die Kreatur dazu kommt ihn zu töten, wird Fayt von einem Mann, der sich als der Oberhaupt von Fayts Dorf zu erkennen gibt, gerettet und zurück nach Hause gebracht. Fayt, gekränkt von seiner, wie es scheint, nicht ersten Niederlage gegen jenes Ungetüm, entschließt sich sein Schwert reparieren zu lassen und bricht auf das Nachbar-Dorf aufzusuchen.
Mit dieser, etwas inhaltsschwachen, Prämisse werden wir auf die Spielwelt von „Der schwarze Magier“ losgelassen. Bereit zu Beginn steht es uns offen ob wir direkt unseren Zielort aufsuchen oder lieber andere Plätze besuchen, im Laufe des Spiels können wir immer freier und freier die Welt erkunden.

Der wichtigste Aspekt des Gameplays ist das eigen-umgesetzte AKS: Wir wissen zu jedem Augenblick, durch grafische Leisten, wieviel Energie wir und unsere Gegner haben, und anzugreifen müssen wir schnell an den Gegner heran, die Entertaste geschickt drücken und uns schnell in Sicherheit bringen. Wobei unsere Gegner probieren, KI-gesteuert, dasselbe zu tun. Definitiv nichts Neues, aber wenn es den Spieler auch nicht aus dem Sessel reißt, so weiß es dennoch zu gefallen und tut dem Spielspaß kaum etwas ab.

Komplementär zum Kampfsystem gibt es noch ein eigenes Attributsystem: Für jeden besiegten Gegner, erhalten wir sogennante „Attribute“, diese „Attribute“ können wir dann in speziellen „Attributsläden“ dazu nutzen die Charakteraspekte, Stärke, Abwehr und Geschicklichkeit, aufzuleveln. Dies erlaubt uns dann zum Beispiel Fayt so zu gestalten, dass er unglaublich stark ist, aber kaum mehr als 2,3 Schläge verkraftet oder aber, dass er praktisch jedem Angriff ausweichen kann, aber hunderte Schläge braucht um einen Gegner zu Fall zu bringen. „Der schwarze Magier“ setzt der Tradition uns einen von vornherein perfekt ausbalancierten Charakter vor die Nase zu setzen ein Ende und erlaubt es den Spielern endlich seine Entwicklung nach Strich und Faden zu verhunzen.

Neben diesen großen Gameplay-System gibt es auch sehr viele Minispiele und andere Feinheiten die über die Welt verstreut sind und für mehr Abwechslung sorgen sollen. So können wir an vielen Orten „Chocobos“, dies sind gelbgefiederte Reitvögel, mieten um schnell von einem Ort zum anderen zu kommen, ein grafisches Menü, das uns die Steuerung erleichtern soll und viele andere kleine Extras.

Die Grafik in Maps und für Charaktere bedient sich sehr vielen Mac&Blue-Sets, aber auch Refmap wird oft benutzt. Die Animationen für das KS sind offensichtlich selbstgepixelt worden, sehen aber dennoch wirklich gut aus. Obwohl auch andere Quellen benutzt werden wird die Grafik dennoch einheitlich und homogen. Auch die musikalische Untermalung wird durch bekannte Midis getragen und sich dem Rest des Spiels ganz gut an.

Fazit:
Obwohl „Der schwarze Magier“ in keinem Aspekt wirklich Innovativ oder wegweisend ist, so bildet es doch ein gutes Gesamtpacket. Es ist ein sehr einfaches Spiel, und gerade darin liegt auch seine Stärke, man kann ohne viel Nachdenken einsteigen und sich durch die Welt kämpfen. Aus diesem Grund ist „der Schwarze Magier“ zwar ein nettes Erlebnis, aber es bleibt einem nicht besonders lange im Gedächtnis, es fehlt doch etwas Substanz.
Mivey • 04.01.2011